Zur Demonstration am 30. 01. in Lüdenscheid

Stellungnahme zur Demonstration am 30. Januar 2010 in Lüdenscheid

Zur Demonstration der Internationalistischen Linken Lüdenscheid „gegen Krieg und Faschismus“ gibt es von unserer Seite eine Menge zu sagen.
An den Anfang unseres Textes seien zwei wichtige Fakten geschoben:
1. Bei der „Antifaschistischen Aktion Lüdenscheid“ handelt es sich um ein Satire-/Fakeprojekt von uns.
2. Wir rufen in keinem Fall zur Teilnahme oder kritischen Begleitung der Demonstration auf.

Als wir von der Demonstration der „Internationalistischen Linken Lüdenscheid“ (ILL) erfuhren und dann auch deren Texte zu Gesicht bekamen, wurde klar, daß es eine angemessene Reaktion von unserer Seite geben muß. Statt nun einen langen Text zu schreiben, in dem wir die inhaltlichen Unzulänglichkeiten der ILL genau aufschlüsseln und belegen, warum der emanzipatorische Gehalt der Demonstration dem Nullpunkt nahe ist, entschlossen wir uns, einen anderen Ansatz auszuprobieren:
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Dresden 12./13.02: Gegen den deutschen Opfermythos!

Der 13. Februar 2010 steht ins Haus und es sieht zum Einen nicht danach aus, als hätte Dresden in diesem Jahr ausnahmsweise keine Lust sich selber zu betrauern. Nein, das komplette Gegenteil ist zu erwarten, denn die Bombardierung jährt sich zum 65. Mal. Zum Anderen ist erneut mit etlichen tausend Nazis zu rechnen. Das Interesse an einer Blockade dieses Aufmarsches wächst, allerdings auch nur in der radikalen Linken. Zivilgesellschaft und Politik machen hingegen wenig Anstalten sich dem Aufmarsch wirklich in den Weg zu stellen. Kritik, in welchen Formen auch immer, ob praktisch oder theoretisch, ist also gefragt.

In Nordrhein-Westfalen wird in der Woche vom 18.01. bis zum 23.01. eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen mit ReferentInnen des AK "Keine Versöhnung mit Deutschland“ stattfinden. Im Rahmen der Veranstaltungen wird sich zum Einen mit der im Dresden Mythos sichtbar werdenden Form des Geschichtsrevisionismus auseinandersetzt, zum Anderen werden die ReferentInnen über die geplanten Aktionen gegen Gedenken und Naziaufmarsch am 12. und 13. Februar in Dresden informieren.

 

Hier der Ankündigungstext für die Veranstaltungen:
Der Dresden Mythos
Geschichtsrevisionismus am Beispiel Dresdens.

Der seit 1998 in Dresden, anlässlich der Bombardierung der Stadt im Februar ’45, stattfindende Naziaufmarsch hat sich als ein bedeutendes jährliches Großevent in der bundesweiten Naziszene etabliert. Spektrenübergreifend treffen sich jedes Jahr mehrere tausend Alt- und Neonazis um ihre geschichtsrevisionistische und Shoa verharmlosende Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Warum diese gerade in Dresden über Jahre hinweg nahezu ungestört möglich war, liegt an der allgemeinen Gedenkpraxis in Dresden. Jahreland fand hier eine fast ausnahmslose Stilisierung der Deutschen als Opfer statt. Die Ausblendung der Ursachen der Bombardierung sowie zahlreiche Mythen und Legenden boten Neonazis viele Anknüpfungsmöglichkeiten. In den letzten Jahren jedoch fand ein Wandel im Dresdner Gedenk-Diskurs statt, der sowohl eine artikulierte Abgrenzung von den Nazis als auch eine inhaltliche Verschiebung mit sich brachte. Doch trotz der offiziellen Entmythologisierung, Versachlichung und Kontextualisierung des 13. Februars bleibt das Dresden-Gedenken in seinem Kern geschichtsrevisionistisch und muss als solches kritisiert werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick zum jährlich in Dresden stattfindenden Gedenken sowie dessen geschichtliche Entwicklung. Die Referent_innen gehen der These nach, dass das Gedenken in seinen verschiedenen Formen geschichtsrevisionistisch ist.

 

Die Termine der Infotour:

18.1:
Mönchengladbach // 19.30 // im BIS, Bismarckstr. 99

19.1:
Mülheim an der Ruhr // 19.30 // AZ, Auerstr. 51

20.1:
Düsseldorf // 18.00 // Heinrich-Heine Universität, Gebäude 23.21, Untergeschoss 1, Raum 69

21.1:
Münster // 19.00 // Club Courage // Friedensstrasse 42 (Hinterhof)

22.1:
Köln // 19.00 // LC36 // Ludolf Camphausenstr. 36

23.1:
Wuppertal // 20.00 // Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3

 

Abschließend möchten wir noch auf den Aufruf gegen Gedenken und Naziaufmarsch am 13. Februar hinweisen:
http://venceremos.antifa.net/13februar/2010/aufruf.htm

 

// Antifaschistische und Kommunistische Gruppen aus NRW //
 

Soli-Aufkleber für Dortmund erhältlich!

Soli-Aufkleber

Ab sofort sind verschiedene Soli-Artikel beim befreundeten SchwarzeSocke-Mailorder erhältlich, mit denen ihr die dringend notwendige Antifa-Arbeit in Dortmund unterstützen könnt. Vorerst gibt es lediglich ein Aufkleber-Motiv, allerdings sind weitere in Planung.

Mit dem Kauf zeigt ihr euch solidarisch mit der Arbeit der Dortmunder Antifa-Strukturen. Das Geld wird vor allem zur Planung und Durchführung der alljährlichen antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas Schulz verwendet werden, aber auch zur Finanzierung der Aktivitäten gegen den großen Neonaziaufmarsch Anfang September zum Antikriegstag.

Zu unserer Arbeit gehören das Recherchieren und Dokumentieren von neonazistischen Strukturen, die Aufklärung über extrem rechte und nationalkonservative Organisationen und Bewegungen, intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Organisieren von Veranstaltungen und Demonstrationen. Das alles kostet uns viel Zeit und Geld. Deswegen sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Stärkt mit dem Erwerb des Soli-Materials linke Strukturen in Dortmund!

Den Aufkleber könnt ihr hier bestellen.

Zeigt Solidarität mit den Dortmunder Antifas!

16.12.09 – Siegen – Naziaufmarsch verhindern!

Geschichtsrevisionismus angreifen!
Naziaufmarsch am 16.12.09 in Siegen verhindern!

Es ist mal wieder so weit: Am 16.12.2009 wollen die Nazis in Siegen erneut ihre geschichtsrevisionistische Propaganda unter die Bevölkerung bringen. Am 16. Dezember 1944 war Siegen zum ersten Mal Ziel eines Luftangriffs des britischen Bomber Commands geworden; größere Teile der Stadt wurden dabei zerstört. Damit erging es Siegen ähnlich wie vielen anderen Städten im nationalsozialistischen „Deutschen Reich“; die Schrecken des Krieges wurden zu den Orten seiner Entstehung zurückgetragen: In die deutsche „Volksgemeinschaft“.

So weit, so bekannt. Das Muster, nach dem die Nazis diese Ereignisse in geschichtsrevisionistischer Manier umdeuten, ist so bekannt wie einfallslos: Die Ereignisse werden konsequent entkontextualisiert, so dass nur eine schutzlose Zivilbevölkerung als Opfer von militärisch unnötigem „Bombenholocaust“ übrig bleibt. Wie falsch dieses Bild ist, muss hier kaum weiter erörtert werden: Nicht nur, dass der Luftkrieg gegen Deutschland sehr wohl auch aus militärischem Kalkül erfolgte (im Falle Siegens waren insbesondere die Verkehrswege und die Schwerindustrie von militärischer Relevanz). Wichtiger noch: Es muss immer wieder betont werden, welche Barbarei von dieser jetzt selbst betroffenen Zivilbevölkerung in Gang gesetzt wurde. Während der Krieg in die deutschen Städte zurückkehrte waren die Shoa, der millionenfache Mord an der jüdischen Bevölkerung, sowie die Verfolgung der Sinti und Roma, von Menschen mit Behinderung und anderem „unwertem Leben“, von Homosexuellen, von KommunistInnen und von allen anderen Menschen, die nicht in der Volksgemeinschaft aufgehen konnten oder wollten, in vollem Gange.

Unter den Tisch fallen darf auch nicht die Tatsache, von wem der Krieg ausging. Es war schließlich Deutschland, das die Welt in den mörderischsten aller Kriege hineinzwang. Und auch die Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzung auf die Zivilbevölkerung, die Etablierung der „Heimatfront“, sei es in Form der konsequenten Ausrichtung der Wirtschaft auf Rüstungsgüter, sei es in Form von Luftangriffen mit dem Ziel, die Zivilisten zu treffen, war eine deutsche „Erfindung“. Während die deutsche Luftwaffe zu Beginn des Krieges Städte in Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Polen oder der Sowjetunion noch „konventionell“ „coventrisieren“ konnte, musste sie ihre Terrorangriffe später aufgrund der Luftüberlegenheit der Alliierten mit den „Vergeltungswaffen“ V1 und V2 durchführen. Allein das deutsche Flächenbombardement auf Stalingrad im August 1942 kostete 40 000 Zivilisten das Leben; eine einzige V2-Rakete, die in einem Kino einschlug tötete am 16. Dezember 1944 in Antwerpen weit mehr Zivilisten als der zeitgleich stattfindende Luftangriff auf Siegen. Übrigens befand sich in Siegen eine wichtige Leitstelle, die die Angriffe maßgeblich koordinierte; Abschussrampen befanden sich hier ebenfalls.

Gegen den Aufmarsch der Nazis hat sich wie im letzten Jahr ein bürgerliches, strömungsübergreifendes „Bündnis für Demokratie“ formiert. Man will friedlich demonstrieren und ein Zeichen setzen. Bei einem solchen Bündnis muss notwendig ausgeblendet werden, dass der Nationalsozialismus nicht bloß eine nach rückwärts gewandte Ideologie ist, sondern vor allem auch eine spezifische Antwort auf die kapitalistische Vergesellschaftung, eine barbarische Folge ihrer Dynamik ist. In diesem Sinne müssen auch die modernen Nazis verstanden werden, die sich schließlich sogar als „Antikapitalisten“ begreifen.

Ebenso wie die Spezifik der Nazis nicht verstanden wird, wird der alltägliche Rassismus und Antisemitismus der Mehrheitsbevölkerung, auch der sogenannten „aufrechten Demokraten“ bei solch einer Veranstaltung ausgeblendet. Es sind eben nicht nur die Nazis, die „die Ausländer“ loswerden wollen; dies ist vielmehr eine Position, die bei einer großen Anzahl derer, die sich nicht offensiv zum Rassismus bzw. Nazismus bekennen würden, anzutreffen ist. Nicht zu vergessen ist, dass gerade demokratische Staaten es sind, die eine radikale Abschottung der EU-Grenzen betreiben, um die hiesigen Märkte gegen die Konkurrenz „von aussen“ zu schützen. Dabei wird auf die sonst gepriesenen Menschenrechte keine Rücksicht genommen. Bei dieser Abschottungspolitik spielt gerade Deutschland eine große Rolle. Auf eine solche demokratische Ordnung bezieht sich ein bürgerliches Bündnis, wenn es gegen Nazis demonstriert. Für einen solchen Protest ist es vor allem wichtig, die demokratischen Spielregeln zu wahren und es geht nicht zuletzt darum, den Imageschaden abzuwenden, den eine Demonstration der Nazis bedeutet. Es handelt sich vor allem darum, das eigene Gewissen zu beruhigen, um so weiter machen zu können wie immer.

Dagegen ist es wichtig, den Nazis geschlossen entgegen zu treten und rassistische und antisemitische Ideologie überall dort zu bekämpfen, wo sie zum Vorschein kommt. Lasst uns die Nazis am 16.12.2009 nicht zum „Denken gehen“ ermahnen, sondern Ihnen einen entschlossenen Widerstand entgegensetzen!

Antifaschistisches Aktionsbündnis Siegen

Aktuelles zum Dortmunder Naziproblem

Gleich mit mehreren Fällen ist Dortmunds Naziproblem wieder in den Medien präsent. Die von der Stadt vor gut einem Jahr beim Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in Auftrag gegeben Studie zur „Analyse des Rechtsextremismus in Dortmunder Stadtbezirken” wurde nun fertiggestellt und soll demnächst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Schon jetzt heißt es allerdings, dass die Studie „keine neuen Erkenntnisse“ gebracht habe und „nur zu einem Drittel aus der Analyse der rechstextremen Szene“ bestünde. Der Fokus von Prof. Wilhelm Heitmeyer und seiner Forschungsgruppe läge auf den Stadtbezirken Innenstadt-West und Eving und den „Autonomen Nationalisten“, deren Szene er im Bundesvergleich als „sehr bemerkenswert“ charakterisierte. Zahlen könne er aber nicht nennen, „da sie keine Vereinsstrukturen aufweisen.“ Wie viel man sich also von dieser 200-Seiten-Studie erwarten kann, bleibt abzuwarten.

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11.12.09: Vortrag / Diskussion: „Der Geist als Beute“. Zur Universitätskritik der Kritischen Theorie

Die Um­struk­tu­rie­rung der deut­schen Hoch­schul­land­schaft nach be­triebs­wirt­schaft­li­chen Ge­sichts­punk­ten ist mo­men­tan einer der Be­rei­che, der an den Unis den meis­ten Wi­der­stand evo­ziert. Bil­dung ist ja schließ­lich keine Ware, wie mit der schon fast sprich­wört­li­chen Pa­ro­le immer wie­der gegen jede Ver­nunft be­schwo­ren wird.
Worin sich uni­ver­si­tä­re Ver­wal­tung und die gegen sie pro­tes­tie­ren­den Stu­den­ten­grup­pen gar nicht un­ähn­lich sind und worum es sich bei dem, was da be­wahrt wer­den soll, han­delt, wird Ma­gnus Klaue in sei­nem Vor­trag er­läu­tern.
Ma­gnus Klaue lebt und ar­bei­tet in Ber­lin. Er ver­öf­fent­licht re­gel­mä­ßig in der Zeit­schrift „kon­kret“.

Ter­min und Ort: 11.​12.​2009, 19.​30 im VEB in der Ma­ri­en­bor­ner Str. 16, 57074 Sie­gen.

Café Communiste am 20. November in Köln

Am 20. November findet wieder das Café Communiste, organisiert von der Gruppe Shutdown, statt:

Antiziganimus – Rassismus gegen Sinti und Roma

Der Vortrag soll einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart des
Antiziganismus in Deutschland verschaffen. Es soll das Bild vom
„Zigeuner“, also die Ressentiments der deutschen Mehrheitsbevölkerung,
untersucht werden. Neben einer Einführung in die Geschichte der
„Ziguener“-Verfolgung soll anhand von Beispielen aufgezeigt werden,
wie allgegenwärtig das antiziganistische Stereotyp auch heute noch
ist.

Vortrag von Änneke Winckel

Wie gewohnt gibt es auch (veganes) Essen.

LC 36 in Köln // 19.00

Ludolf – Camphausen – Str. 36
Ubahn u. DB: Hans-Böckler-Platz // Bhf Köln West

www.shutdown.blogsport.de

Salon des Communistes lädt ein:

Vortrag und Diskussion: Ingo Elbe: “Marx im Westen. Lesarten des ‚Kapital‘”

Über Jahrzehnte beanspruchten die komplementären Diskurse des östlichen partei-, später staatsoffiziellen Marxismus sowie des westlichen Antikommunismus die nahezu uneingeschränkte Definitionsmacht über das, was gemeinhin als “Marxsche Theorie” oder “wissenschaftlicher Sozialismus” galt. Dagegen machte sich ab Mitte der 1960er Jahre eine neue Lektüre-Bewegung vor allem in der Bundesrepublik daran, die originellen wissenschaftlichen Gehalte des Marxschen Denkens zu entdecken. Der Rezeptionsschutt der vorangegangenen 100 Jahre sollte weggeräumt werden, um für die Rekonstruktion einer kritischen Gesellschaftstheorie mit einem innovativen Methoden- und Gegenstandsverständnis Platz zu schaffen.

Der Vortrag gibt eine Einführung in die Quellen, Geschichte und Resultate dieses neuen Diskussionskontexts

Freitag, 6.11.09, 19h

Ort: Buchladen BiBaBuZe, Aachener Straße 1 (direkt am S-Bahnhof Düsseldorf-Bilk), Düsseldorf

27.11. antifaschistische Vorabenddemo Recklinghausen

Weder Arbeit, Brot noch Freiheit -
„modernen“ Nationalsozialismus bekämpfen!

antifaschistische Demonstration – Recklinghausen 27.11. 18:00



Für den 28. November 2009 rufen Neonazis aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus zu einem Aufmarsch in Recklinghausen auf. Angemeldet von Neonazi-Urgestein Christian Worch lautet ihr Motto: „Für ein Recht auf Zukunft – Arbeit, Freiheit, Brot durch nationalen Sozialismus“. Getragen und unterstützt wird der Aufmarsch hauptsächlich von einigen Gruppen aus dem Ruhrgebiet, die sich in dem Neonazi-Netzwerk „AG Ruhr Mitte“ zusammengeschlossen haben. Darunter finden sich der „Nationale Widerstand Recklinghausen“, der „Nationale Widerstand Marl“, die „AG Essen“, sowie einige kleinere Gruppierungen. Die Organisation des Aufmarsches erscheint allerdings mehr als konfus.

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30 Jahre „Islamische Republik“

Der Iran zwischen religiöser Diktatur und Revolte
Podiumsdiskussion und Ausstellung

revolte im iran

06.11.2009 | 18 Uhr | Institut für Soziologie | Münster

Nach drei Jahrzehnten islamischer Diktatur brodelt es gewaltig im Iran. Auslöser für den massenhaften Protest von Millionen von Menschen war der all zu offensichtliche Wahlbetrug, der den Präsidenten Ahmadinejad in seinem Amt bestätigen sowie die Stabilität des Regimes insgesamt festigen sollte.

Vielen Menschen im Iran geht es aber um weit mehr als um Neuwahlen. Sie fordern ein Ende des auf der Sharia basierenden Tugendterrors, sie kämpfen für den Sturz der „Islamischen Republik“.

Mit der Veranstaltung möchten wir eine Analyse der islamischen Diktatur vornehmen und einen genaueren Blick auf die verschiedenen oppositionellen Strömungen werfen. Ferner wird die enge wirtschaftliche Verflechtung deutscher Unternehmen mit dem iranischen Regime sowie die diesbezügliche deutsche Außenpolitik beleuchtet und die Frage aufgeworfen, wie eine praktische Solidarität mit den Prostesten im Iran aussehen kann.

Es referieren: Wahied Wahadat-Hagh, Hamid Mohseni, Stephan Grigat

Die Veranstaltung wird organisiert von: den Referaten für politische Bildung der ASten der Uni und FH, dem Referat für Frieden und Internationalismus, den Gruppen et2c und Antifa Linke Münster und der UIJSPA aus Köln.

Weitere Informationen unter: » revolteimiran.net.ms